Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Lercanidipin Arzneimittelgruppen Calciumkanalblocker Dihydropyridine

Lercanidipin ist ein blutdrucksenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Dihydropyridine zur Behandlung des Bluthochdrucks. Die Wirkungen beruhen auf Blockade von Calciumkanälen in der glatten Gefässmuskulatur und der daraus entstehenden Gefässerweiterung. Die Tabletten werden einmal täglich morgens und jeweils zur selben Uhrzeit eingenommen. Lercanidipin ist ein Substrat von CYP3A4 und hat ein Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Es soll nicht zusammen mit Grapefruitsaft verabreicht werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Hautrötung (Flush), ein schneller Puls, fühlbare Herzschläge, Kopfschmerzen, Schwindel und periphere Ödeme.

synonym: Lercanidipinum, Lercanidipini hydrochloridum, Lercanidipinhydrochlorid, Lercanidipini hydrochloridum hemihydricum

Produkte

Lercanidipin ist in Form von Filmtabletten im Handel (Zanidip®, Zanipress® + Enalapril). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2004 zugelassen. Generika wurden im Jahr 2014 registriert.

Struktur und Eigenschaften

Lercanidipin (C36H41N3O6, Mr = 611.7 g/mol) ist ein Dihydropyridin. Es liegt in Arzneimitteln als Lercanidipinhydrochlorid vor. Aktiv ist vor allem das S-Enantiomer.

Wirkungen

Lercanidipin (ATC C08CA13 ) hat blutdrucksenkende und gefässerweiternde Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf Blockade von Calciumkanälen in der glatten Gefässmuskulatur und halten bis zu 24 Stunden an.

Indikationen

Zur Behandlung von Bluthochdruck.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden einmal täglich morgens und jeweils zur selben Uhrzeit eingenommen.

Kontraindikationen

Lercanidipin ist bei Überempfindlichkeit, während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei gebärfähigen Frauen ohne sichere Verhütung, bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schweren Nieren- und Leberfunktionsstörungen kontraindiziert. Es darf nicht mit starken CYP3A4-Inhibitoren und Grapefruitsaft kombiniert werden. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Lercanidipin wird von CYP3A4 metabolisiert. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Inhibitoren und -Induktoren sind möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Hautrötung (Flush), ein schneller Puls, fühlbare Herzschläge, Kopfschmerzen, Schwindel und periphere Ödeme. Viele der Nebenwirkungen sind eine Folge der Gefässerweiterung.

siehe auch

Dihydropyridine

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2017 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.8.2017 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen