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Kollagenase aus Clostridium histolyticum Arzneimittelgruppen Enzyme

Die Kollagenase aus dem Bakterium Clostridium histolyticum ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Enzyme, der zur Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur bei Patienten mit einem tastbaren Strang eingesetzt wird. Die Kollagenasen lösen das Kollagen durch Hydrolyse auf und verbessern die Beweglichkeit. Das Medikament wird direkt in die betroffene Stelle injiziert und nach 24 Stunden wird eine Fingerstreckung durchgeführt. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reaktionen am Verabreichungsort wie Schwellung, Bluterguss, Blutungen und Schmerzen.

synonym: Collagenasum clostridium histolyticum, CHC

Produkte

Die Kollagenase aus Clostridium histolyticum ist als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung im Handel (Xiapex®). In der Schweiz wurde sie im Jahr 2011 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Es handelt sich um eine Mischung der zwei Kollagenasen AUX-I und AUX-II, die durch Fermentation aus dem Gasbrandbakterium Clostridium histolyticum gewonnen werden. Die Enzyme sind Polypeptidketten aus Aminosäuren mit einem Molekulargewicht von 113 resp. 114 kDa.

Wirkungen

Die Kollagenasen (ATC M09AB02 ) lösen das Kollagen durch Hydrolyse auf und ermöglichen eine bessere Beweglichkeit. Zur tatsächlichen klinischen Wirksamkeit können wir keine Aussage machen.

Indikationen

Zur Behandlung einer Dupuytren’schen Kontraktur bei Patienten mit einem tastbaren Strang. Nach 24 Stunden wird in ärztlicher Betreuung bei Bedarf eine Fingerstreckung durchgeführt, um den Strang zu lösen. Injektion und Fingerstreckung können insgesamt dreimal im Abstand eines Monats wiederholt werden.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Das Medikament wird direkt in den betroffenen Strang injiziert.

Kontraindikationen

Das Arzneimittel ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Es gibt in vitro Hinweise auf inhibitorische Effekte bei gleichzeitiger Anwendung von Tetrazyklinen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reaktionen am Verabreichungsort wie Blutungen, Schmerzen und Schwellung, ferner Lymphadenopathie, Juckreiz, Ekchymose und Schmerzen in den Gliedmassen.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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