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Keuchhusten Indikationen Infektionskrankheiten Kinderkrankheiten

Keuchhusten ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege mit schweren, krampfartigen Hustenanfällen. Antibiotika können den Krankheitsverlauf mindern, wenn sie in einem frühen Stadium eingenommen werden. Zur Vorbeugung wird vom Bundesamt für Gesundheit eine Impfung im ersten Lebensjahr empfohlen (DTPa-IPV-Hib-Impfung).

synonym: Pertussis

Symptome

Keuchhusten ist eine Hustenerkrankung, die während 2 Wochen oder länger anhält und mindestens eines der folgenden Merkmale aufweist:

Verlauf

Die Inkubationszeit liegt bei 5-14 Tagen. Die infektiöse Phase beginnt mit katarrhalischen Symptomen und endet 3 Wochen nach dem eigentlichen Krankheitsausbruch.

1. Stadium catarrhale (Dauer 1-2 Wochen) grippeähnliche Symptome:

2. Stadium convulsivum (Dauer 4-6 Wochen):

3. Stadium decrementi (Dauer 6-10 Wochen):

Erwachsene, ältere Kinder und gegen Keuchhusten Geimpfte weisen seltener die typischen Symptome von Keuchhusten auf, sie haben möglicherweise lediglich Husten. Kleinkinder zeigen ebenfalls ein atypisches Krankheitsbild und leiden oft lediglich an Atemnot (ohne Husten), was zu einem plötzlichen Tod führen kann.

Ursachen

Die Ursache von Keuchhusten ist in der Regel das gramnegative Bakterium Bordetella pertussis. Bordetella parapertussis oder Adenoviren lösen ein Keuchhusten-ähnliches Krankheitsbild aus.

Komplikationen

Vor allem bei Kindern:

Erwachsene: hauptsächlich durch Husten bedingte Komplikationen:

Diagnose

Die Diagnose erfolgt beim Arzt. Dabei müssen andere Ursachen von Husten ausgeschlossen werden.

Medikamentöse Behandlung

Antibiotika mildern während der Initialphase den Krankheitsverlauf. Sie können den klinischen Verlauf nicht mehr beeinflussen, wenn sie erst nach der ersten Krankheitswoche verabreicht werden, reduzieren aber die infektiöse Phase von 3 Wochen auf 5-7 Tage:

Antihistaminika, Beta2-Sympathomimetika, Inhalative Glucocorticoide oder Immunglobuline: Die Wirkung dieser Arzneimittelgruppen bei der Symptom-reduzierenden Behandlung sind unklar. Mögliche unerwünschte Wirkungen müssen beachtet werden.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung werden Totimpfstoffe als Einzelsubstanz oder in Kombination mit Tetanus- und Diphterie-Impfstoff eingesetzt → siehe unter DTPa-IPV-Hib-Impfung.

siehe auch

DTPa-IPV-Hib-Impfung

LiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin (MW) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 25.2.2013 geändert.
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