Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Insulin glargin Arzneimittelgruppen Antidiabetika Insuline

Insulin glargin ist ein blutzuckersenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Insuline zur Behandlung eines Diabetes mellitus. Es ist ein Derivat von Humaninsulin mit einer verlängerten Wirkdauer von mindestens 24 Stunden und einem flachen und gleichmässigen Wirkprofil. Das Arzneimittel wird einmal täglich zur selben Tageszeit mit einem Insulinpen subkutan unter die Haut gespritzt. Die Effekte beruhen auf der verstärkten Aufnahme des Blutzuckers in das Muskel- und Fettgewebe. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Hypoglykämie, Reaktionen an der Injektionsstelle und eine Lipohypertrophie.

synonym: Insulinum glarginum PhEur, HOE901, IGlar

Produkte

Insulin glargin ist als Injektionspräparat im Handel (Lantus®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2002 zugelassen. Das → Biosimilar Abasaglar® (LY2963016) wurde in der EU im Jahr 2014 und in der Schweiz im Jahr 2015 freigegeben. Die Medikamente müssen zwischen 2 bis 8°C im Kühlschrank gelagert werden.

Im Jahr 2015 wurde in der Schweiz zusätzlich Toujeo® zugelassen. Die Injektionslösung enthält 300 Einheiten pro ml statt 100 U/ml (Lantus®). Toujeo® hat ein flacheres Wirkprofil als Lantus® und löst weniger Hypoglykämien aus.

Insulin glargin wird auch mit Lixisenatid kombiniert (Suliqua®). Siehe unter iGlarLixi. Diese Kombination wurde in der Schweiz im Jahr 2017 registriert.

Struktur und Eigenschaften

Insulin glargin (C267H404N72O78S6, Mr = 6063 g/mol) hat dieselbe Primärstruktur wie humanes Insulin, mit folgenden Ausnahmen:

Der Wirkstoff wird mit biotechnologischen Methoden hergestellt.

Wirkungen

Insulin glargin (ATC A10AE04 ) hat blutzuckersenkende und antidiabetische Eigenschaften. Es ist ein langwirksames Insulinanalogon mit einem gleichmässigen Konzentrations-Zeitprofil ohne Spitzen. Insuline senken den Blutzuckerspiegel, indem sie die Aufnahme der Glucose in die Skelettmuskulatur und das Fettgewebe fördern und die Gluconeogenese in der Leber hemmen. Sie hemmen den Abbau von Lipiden und Proteinen und fördern die Proteinsynthese. Insulin glargin hat eine lange Wirkdauer von mindestens 24 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung eines Diabetes mellitus (Typ 1 oder 2).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Injektionspräparat wird einmal täglich zur selben Tageszeit mit einem Insulinpen subkutan (unter die Haut) verabreicht. Mögliche Injektionsstellen sind die Bauchwand, der Oberschenkel und der Deltamuskel. Die Injektionsstelle soll täglich gewechselt werden.

Kontraindikationen

Insulin glargin ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zahlreiche Arzneimittel haben einen Einfluss auf den Glucosestoffwechsel und können den Insulinbedarf erhöhen oder reduzieren.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Hypoglykämie, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Rötungen, Schmerzen, Juckreiz sowie eine Lipohypertrophie.

siehe auch

Insuline, Diabetes mellitus Typ 1, Diabetes mellitus Typ 2, Biosimilars

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.11.2017 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen