Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Ibrutinib Arzneimittelgruppen Kinasehemmer BTK-Inhibitoren

Ibrutinib ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Kinasehemmer, der zur Behandlung eines Mantelzelllymphoms eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Bruton-Tyrosinkinase, welche an der Pathogenese der Krankheit beteiligt ist. Die Kapseln werden einmal täglich ungefähr eine halbe Stunde vor oder etwa 2 Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen. Die Einnahme soll immer zur selben Tageszeit erfolgen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem Blutbildstörungen und Verdauungsstörungen. Ibrutinib ist ein Substrat von CYP3A und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen möglich.

synonym: Ibrutinibum, PCI-32765

Produkte

Ibrutinib ist in Form von Kapseln im Handel (Imbruvica®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2014 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Ibrutinib (C25H24N6O2, Mr = 440.5 g/mol) liegt als weisses Substanz vor, die in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Ibrutinib (ATC L01XE27 ) ist ein nicht-kompetitiver (irreversibler) Hemmer der Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Dieses Signalmolekül ist an der Pathogenese des Mantelzelllymphoms beteiligt. Ibrutinib hat eine terminale Halbwertszeit von etwa 15 Stunden.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Kapseln werden einmal täglich ungefähr eine halbe Stunde vor oder etwa 2 Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen. Die Einnahme soll immer zur selben Tageszeit erfolgen. Nicht mit Grapefruitsaft einnehmen.

Kontraindikationen

Ibrutinib ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Ibrutinib wird von CYP3A metabolisiert und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Inhibitoren und -Induktoren möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Thrombozytopenie, Durchfall, Neutropenie, Anämie, Müdigkeit, Muskelschmerzen, periphere Ödeme, Infektionen der oberen Atemwege, Übelkeit, Verletzungen, Geschmacksstörungen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Dyspnoe, Hautausschlag, Erbrechen und Appetitmangel.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2017 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 2.12.2014 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen