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Hirsutismus Indikationen

Hirsutismus beschreibt eine hormonbedingte Entwicklung des männlichen Behaarungstyps bei der Frau. Ursachen für die Entwicklung eines Hirsutismus sind ovariell, adrenal oder medikamentöser Art. Die Therapie ist abhängig vom Ausmass und der Ursache, am häufigsten werden orale Kontrazeptiva und Antiandrogene verwendet. Eine nicht-medikamentöse Therapie durch kosmetische Haarentfernung ist nur in milden Fällen sowie als zusätzliche Behandlung zur medikamentösen Therapie angebracht.Definition

Verstärkte, dem männlichen Behaarungstyp entsprechende Körper- und Gesichtsbehaarung bei Frauen durch androgeninduzierte Umwandlung des Vellushaar ins Terminalhaar.

SymptomeAnsichten

Vor der Pubertät sind alle Haare klein und nicht pigmentiert, sie gehörten zum Typ der Vellushaare. Die Talgdrüsen in den androgensensitiven Follikel sind klein. Aufgrund der erhöhten Androgenspiegel während der Pubertät entwickeln sich in bestimmten Körperregionen die Vellusfollikel zu dicken pigmentierten Terminalhaaren. In anderen Körperregionen werden durch den erhöhten Androgenspiegel die Talgdrüsen vergrössert, trotzdem bleiben die Haare Vellushaare.

Ursachen

Ovarielle Ursachen:

Adrenale Ursachen:

Kombinierte ovarielle und adrenale Ursachen:

Exogene Androgene:

KomplikationenRisikofaktorenDifferentialdiagnoseNicht-medikamentöse Therapie

Durch die nicht-medikamentöse Therapie kann lediglich die vermehrte Behaarung reduziert, nicht aber eine dauerhafte Verbesserung erreicht werden: Kosmetische Entfernung der Haare durch Rasieren, Bleichen oder die Anwendung von Enthaarungsmitteln, Elektrolyse.

Medikamentöse Therapie

Das Ziel der medikamentösen Therapie ist eine Hemmung der Wirkung der Androgene am Haarfollikel:

Mittel der 1. Wahl:

Orale Kontrazeptiva in Kombination mit Antiandrogenen:

Antiandrogene:

Ornithin-Decarboxylase-Hemmer:

Weitere Therapieoptionen (in der Schweiz grösstenteils nicht in dieser Indikation zugelassen):

5alpha-Reduktasehemmer:

GnRH-Analoge:

Glucocorticoide:

Antidiabetika:

Pflanzliche TherapieBeratungshinweise

Die Haare im Gesicht sprechen langsamer auf eine medikamentöse Therapie an als die restliche Körperbehaarung.

Die Art der Therapie hängt der Ursache des Hirsutismus, der Lokalisation und dem Ausmass des Haarwachstums ab.

Es kann drei bis vier Monate dauern, bis eine sichtbare Reduktion der Symptome eintritt. Um einen Rückfall zu verhindern ist eine lebenslange Therapie notwendig.

Wissenswertes

Rund 5- 10 % der Frauen im reproduktiven Alter leiden an Hirsutismus, der neben Akne und Alopezie die klinische Manifestation von erhöhtem Androgenspiegel darstellt. Südländische Frauen leiden häufiger an Hirsutismus. Die häufigste Ursache eines Hirsutismus sind kombinierte ovarielle und adrenale Ursachen (95%).

Es werden zwei verschiedene Haartypen unterschieden: das feine, unpigmentierte Vellushaar, welches am ganzen Körper vorkommt und während der Pubertät dominiert und das dickere, pigmentierte Terminalhaar. Mit dem zunehmenden Androgenspiegel in der Pubertät wird das Vellushaar in das Terminalhaar umgewandelt. Zur Aktivierung der Haarfollikel muss das Testosteron durch die 5α –Reduktase in Dihydrotestosteron umgewandelt werden. Bei der Frau führen also eine übermässige Androgenproduktion und eine erhöhte Sensitivität der Haarfollikel zu einer Umwandlung des Vellushaar ins Terminalhaar.

siehe auch

Androgene, Testosteron

LiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin (RB) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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