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Hexetidin Arzneimittelgruppen Desinfektionsmittel

Hexetidin ist ein antibakterieller und antimykotischer Wirkstoff aus der Gruppe der Desinfektionsmittel, der lokal bei Entzündungen und Infektionen im Mund- und Rachenraum, zur Mundhygiene und bei Vaginalinfekten wie Scheidenpilz und Trichomoniasis eingesetzt wird. Die Zubereitungen zur Anwendung im Mundraum werden zweimal täglich nach den Mahlzeiten verwendet. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen allergische Reaktionen, Geschmackstörungen und Zahnverfärbungen bei längerfristiger Anwendung.

synonym: Hexetidinum PhEur

Produkte

Hexetidin ist als Lösung, Spray und in Form von Vaginaltabletten im Handel (Hextril®, Drossadin®, Vagi-Hex®) und in der Schweiz seit 1966 zugelassen. In Deutschland wird Hexetidin als Hexoral® vertrieben.

Struktur und Eigenschaften

Hexetidin (C21H45N3, Mr = 339.6 g/mol) liegt als farblose bis schwach gelbe, ölige Flüssigkeit vor, die in Wasser sehr schwer löslich ist. Es handelt sich um ein 1,3-Diazinanderivat.

Wirkungen

Hexetidin (ATC A01AB12 ) hat antibakterielle, antimykotische, antiparasitäre, wenig lokalanästhetische und desodorierende Eigenschaften. Es hat eine hohe Affinität für Schleimhäute und soll bis zu 12 Stunden wirksam sein. Hexetidin ist wird kaum in den Organismus aufgenommen (absorbiert).

Indikationen

Bei entzündlichen und infektiösen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum, bei Verletzungen, im Rahmen von Operationen, bei Mundgeruch und zur Mundhygiene bei Krankheit. In Form von Vaginaltabletten bei Vaginalinfekten, zum Beispiel bei Scheidenpilz und Trichomoniasis.

Dosierung

Gemäss der Packungsbeilage. Der Spray und die Lösung werden in der Regel zweimal täglich nach den Mahlzeiten angewandt. Die Vaginaltabletten werden morgens und abends während 6 Tagen eingeführt.

Kontraindikationen

Hexetidin ist bei Überempfindlichkeit, Säuglingen und Kindern unter 2 Jahren und bei Asthma kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Hexetidin wird von Seifen und anionischen Substanzen, die in Zahnpasten enthalten sind, inaktiviert.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören selten allergische Reaktionen, Geschmackstörungen, Brennen, Taubheitsgefühl, Schleimhautulzerationen und eine Gelb- oder Braunfärbung der Zähne bei regelmässigem Gebrauch. Die Verfärbungen können durch eine intensive Zahnreinigung wieder entfernt werden. Vaginal können Juckreiz, Brennen, Rötungen oder Schmerzen auftreten.

siehe auch

Halsschmerzen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.11.2016 geändert.
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