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Hepatitis B Indikationen Infektionskrankheiten

Die Hepatitis B ist eine virale Infektionskrankheit, die vom Hepatitis-B-Virus verursacht wird, einem teilweise doppelsträngigen DNA-Virus aus der Familie der Hepadnaviren. Sie äussert sich akut in unspezifischen Symptomen wie Fieber, dunkler Harn, Übelkeit, Müdigkeit, Appetitmangel und Gelbsucht. Bei einer Minderheit kann die akute Erkrankung nach sechs Monaten in eine chronische Hepatitis B übergehen, welche Komplikationen wie eine Leberzirrhose, ein Leberversagen und Leberkrebs auslösen kann. Übertragen wird das Virus über Blut, Sperma oder andere Körperflüssigkeiten, zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr oder über gebrauchte Nadeln. Zur medikamentösen Behandlung stehen Reverse-Transkriptase-Hemmer und Interferone zur Verfügung. Zur Vorbeugung sollen bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden und es ist eine Impfung verfügbar.

synonym: HBV, CHB

Symptome

Zu den möglichen Symptomen der akuten Leberentzündung gehören:

Eine Hepatitis B kann jedoch auch asymptomatisch verlaufen. Aus einer akuten Infektion, welche etwa zwei bis vier Monate dauert, kann bei einer Minderheit der Patienten (etwa 5%) nach sechs Monaten eine chronische Hepatitis B entstehen. Zu deren Komplikationen gehören eine Leberzirrhose und schwere Lebererkrankungen wie ein Leberversagen und ein hepatozelluläres Karzinom (Leberkrebs). Weltweit sind hunderte Millionen Menschen chronisch infiziert, vor allem in Afrika, Asien, Südamerika, Grönland und Alaska.

Ursachen

Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), ein teilweise doppelsträngiges DNA-Virus aus der Familie der Hepadnaviren. Es existieren acht verschiedene Genotypen (A bis H). Ein wichtiges Drug Target des Virus ist das Enzym HBV-DNA-Polymerase / Reverse Transkriptase.

Das Virus wird über Blut, Sperma oder andere Körperflüssigkeiten wie Speichel übertragen. Zum Beispiel beim ungeschützten Geschlechtsverkehr und über gebrauchte Nadeln (Drogenmissbrauch, Tätowierungen, Piercings). Mütter können das Virus bei der Geburt an das Kind weitergeben. Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt etwa drei Monate.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand der Patientengeschichte, anhand des klinischen Bildes, mit Labormethoden (Blutentnahme, Antigen- und Antikörpernachweis) und mit einer Leberbiopsie gestellt.

VorbeugungNicht-medikamentöse Behandlung

Bei einer schweren Leberschädigung kann eine Lebertransplantation notwendig sein.

Medikamentöse Behandlung

Antivirale Arzneimittel sind direkt und ursächlich gegen die Viren wirksam. Sie können peroral verabreicht werden. Bei allen Wirkstoffen handelt es sich um Hemmer der viralen HBV-DNA-Polymerase (Reverse-Transkriptase-Hemmer):

Interferone sind körpereigene Substanzen mit antiviralen Eigenschaften. Sie müssen subkutan gespritzt werden:

siehe auchLiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.11.2016 geändert.
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