Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

Hallux valgus Indikationen

Als Hallux valgus wird eine Schiefstellung der grossen Zehe bezeichnet, die im Grosszehen-Grundgelenk nach aussen hin abweicht. Ein Hallux äussert sich in Beschwerden wie starke Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen und tritt wesentlich häufiger bei Frauen auf. Als Risikofaktoren gelten unter anderem das Tragen von einengenden Schuhen, ein hoher Absatz, körpereigene Faktoren und die Vererbung. Zur Behandlung stehen spezielle Schuhe zur Verfügung, welche an die Fehlstellung angepasst sind. Falls mit nicht-operativen Massnahmen kein ausreichender Erfolg erzielt wird, ist ein chirurgischer Eingriff möglich.

synonym: Hallux, Hallux valgus-Deformität, Schiefzehe, Frostballen

Symptome

Als Hallux valgus („schiefe Zehe“) wird eine Fehlstellung der grossen Zehe bezeichnet, die im Grosszehen-Grundgelenk nach aussen hin abweicht. Zugrunde liegt eine Abweichung des Mittelfussknochens gegen innen. Aufgrund dieser Fehlstellung entwickeln sich teils starke Schmerzen, Druck- und Reibungsbeschwerden, Schwellungen, Entzündungen, Hühneraugen, Hornhaut sowie Empfindungsstörungen als Folge eines Drucks auf die Nerven. Da die grosse Zehe auf die zweite Zehe einen Druck ausübt, kann es auch bei dieser zu einer Fehlstellung, einer Hammerzehe und weiteren Störungen kommen. Ein Hallux tritt bei Frauen wesentlich häufiger auf und ist auch kosmetisch störend.

Ursachen

Zu den möglichen Ursachen und Risikofaktoren für die Entwicklung eines Hallux gehören unter anderem das Tragen von einengenden Schuhen und Schuhen mit einem hohen Absatz, die Vererbung, das weibliche Geschlecht, ein gleichzeitig vorhandener Plattfuss, dehnbare Bänder, lockeres Bindegewebe und eine hohe Beweglichkeit des ersten Tarsometatarsalgelenks.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand der körperlichen Untersuchung und mit bildgebenden Verfahren gestellt.

Behandlung

Ein Hallux valgus kann mit speziellem und weichem Schuhwerk behandelt werden, das an die Fussstellung angepasst ist und ausreichend genügend Platz bietet. Spezielle Auflagen schützen die Haut und das Gewebe vor Reibung und Druck (z.B. Compeed® Ballenschutz (früher Compeed® Hallux), Epitact® Hallux, Scholl® Ballen Schutzpolster, Druckstellenpflaster). Halluxschienen, Halluxsocken, Eisauflagen und Schuheinlagen können die Beschwerden lindern - eine dauerhafte Heilung führen sie jedoch nicht herbei. Eine sympatomatische medikamentöse Behandlung des Hallux kann zum Beispiel mit Schmerzmitteln wie Paracetamol, topischen nicht-steroidalen Entzündungshemmern und anderen lokalen Mitteln wie Wallwurz erfolgen.

Falls mit solchen Massnahmen kein Erfolg erzielt wird, ist ein operativer Eingriff möglich, der allerdings nicht in jedem Fall zu einer vollständigen Beschwerdefreiheit führt. Es muss beachtet werden, dass eine ausreichend lange Erholungszeit erforderlich ist.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung wird empfohlen, bequeme Schuhe ohne hohen Absatz und mit ausreichend Platz für die Zehen zu tragen. Da die Entwicklung aber auch von körpereigenen Faktoren abhängig ist, ist eine Vorbeugung nicht zwingend erfolgreich.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


© PharmaWiki 2007-2017 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.6.2012 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen