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Glutensensitivität Indikationen

Eine Glutensensitivität äussert sich in intestinalen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen. Hinzu kommen extraintestinale Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und seltener psychiatrische Störungen. Die Ursache ist eine Unverträglichkeit gegenüber glutenhaltigen Nahrungsmitteln wie beispielsweise Brot aus Weizenmehl. Bei der Glutensensitivität handelt es sich nicht um eine Zöliakie oder eine Weizenallergie. Man spricht deshalb von einer „Non-coeliac gluten sensitivity“ (NCGS) bzw. einer Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität. Im Unterschied zur Zöliakie verursacht die NCGS keine Schädigungen im Darm. Zur Behandlung wird empfohlen, glutenhaltige Nahrungsmittel strikt zu meiden.

synonym: Glutenempfindlichkeit, Glutenintoleranz, Non-coeliac gluten sensitivity, NCGS, Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität

Symptome

Eine Glutensensitivität kann die folgenden intestinalen und extraintestinalen Beschwerden auslösen:

Intestinale Symptome:

Extraintestinale Symptome:

Die Beschwerden treten Stunden bis Tage nach der Einnahme glutenhaltiger Nahrungsmittel wie zum Beispiel Brot ein. Im Unterschied zur Zöliakie verursacht die Glutensensitivität keine Schädigungen im Darm.

Ursachen

Die Ursache der Glutensensitivität ist eine Unverträglichkeit gegenüber glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Das „Klebereiweiss“ Gluten ist ein Proteingemisch, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel enthalten ist. Gluten ist ein wichtiger Bestandteil des Brotes, dem es seinen Geschmack und seine Konsistenz verleiht.

Bei der Glutensensitivität handelt es sich jedoch nicht um die Zöliakie, bei welcher das Immunsystem nach der Einnahme von Gluten eine entzündliche Reaktion im Darm auslöst. Eine Glutensensitivität ist auch keine IgE-vermittelte Weizenallergie. Man spricht deshalb von einer „Non-coeliac gluten sensitivity“ (NCGS) bzw. einer Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (Vavricka, 2013). Die Pathophysiologie ist noch nicht vollständig aufgeklärt worden.

Diagnose

Die Diagnose wird anhand der Patientengeschichte, der klinischen Symptome, der körperlichen Untersuchung und mit einem Provokationstest gestellt.

Zunächst wird mit Labormethoden eine Zöliakie und eine Weizenallergie ausgeschlossen. Anschliessend wird getestet, ob bei einer glutenfreien Ernährung eine Besserung eintritt. Mit einer Reexposition kann die Diagnose erhärtet werden. Ein Reizdarm verursacht sehr ähnliche Beschwerden und kann gleichzeitig auftreten.

Behandlung

Zur Behandlung wird empfohlen, glutenhaltige Nahrungsmittel strikt zu meiden. Gluten kommt unter anderem im Weizen-, im Roggen- und im Gerstenmehl sowie versteckt in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln vor. In Lebensmittelgeschäften und im Fachhandel sind glutenfreie Lebensmittel erhältlich.

Kritik

Das Krankheitsbild ist noch nicht vollständig anerkannt und wird kontrovers diskutiert. Es wird auch kritisiert, dass sich viele Personen selbst diagnostizieren.

siehe auch

Zöliakie, Reizdarm

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.2.2016 geändert.
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