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Ganglion Indikationen

Als Ganglion oder „Überbein“ wird eine gutartige, runde bis ovale Schwellung bezeichnet, die vorwiegend auf dem Rücken des Handgelenks vorkommt. Ganglione werden bis zu zwei Zentimeter gross und können, falls sie auf einen Nerv drücken, Schmerzen, Empfindungsstörungen, eine Einschränkung der Beweglichkeit und eine Muskelschwäche hervorrufen. Sie entwickeln sich in der Nähe von Sehenscheiden und Gelenkkapseln. Ganglione sind mit einer dickflüssigen, klaren Gewebsflüssigkeit gefüllt, die hauptsächlich aus Hyaluronsäure besteht. Eine Therapie ist nicht in jedem Fall erforderlich und Ganglione können auch von selbst wieder zurückgehen. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören das Ruhigstellen mit einer Schiene, eine Aspiration und eine operative Entfernung. Die medikamentöse Therapie mit Glucocorticoiden, Sklerotherapeutika oder der Hyaluronidase ist umstritten.

synonym: Überbein, Ganglionzyste

Symptome

Als Ganglion oder „Überbein“ wird eine gutartige, runde bis ovale und weiche Schwellung bezeichnet, die häufig beim Handgelenk und seltener an anderen Gelenken vorkommt. Ganglione haben eine Grösse im Bereich von Millimetern bis zu etwa zwei Zentimetern. Sie kommen zu etwa 70% auf der dorsalen Seite des Handgelenks vor, also auf dem Handgelenksrücken. Seltener werden sie auch volar (palmar) beobachtet, d.h. auf der Handgelenksinnenseite. Ganglione sind nicht entzündet oder gerötet.

Beschwerden treten nicht zwangsläufig auf. Falls die Ganglione auf einen Nerv drücken, können sie Schmerzen, Empfindungsstörungen (Parästhesien), eine Taubheit, eine Einschränkung der Beweglichkeit und eine Muskelschwäche verursachen. Diese Störungen können den Arm, das Handgelenk und die Hand betreffen.

Die Patienten können beunruhigt sein, weil sie befürchten, dass es sich um eine Krebserkrankung handelt. Das Überbein kann auch ästhetischen Gründen stören.

Ursachen

Ganglione entwickeln sich in der Nähe von Sehnen und Gelenken. Sie sind mit einer dickflüssigen, klaren Gewebsflüssigkeit gefüllt, die hauptsächlich aus Hyaluronsäure besteht. Ganglione sind mit einem Stiel mit der Gelenkkapsel oder der Sehnenscheide verbunden. Bewegung und Aktivität fördert den Übertritt der gelatinösen Flüssigkeit in die Zyste.

Im Englischen werden die Überbeine als ganglion cysts bezeichnet. Es handelt sich aber nicht um echte Zysten, da die Wand aus Kollagenschichten und nicht aus einer zellulären Epithelschicht aufgebaut ist. Der Begriff Tumor wird auch verwendet, sollte aber aus unserer Sicht im Gespräch mit den Patienten vermieden werden. Das Ganglion ist keine Krebserkrankung.

Zur Entstehung existieren verschiedene Erklärungen, zum Beispiel eine Belastung der Gelenkstrukturen und eine Degeneration des Bindegewebes. Eine Entzündung liegt hingegen nicht vor. Überbeine treten häufiger bei jungen Frauen und ab dem 20. Lebensjahr auf.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand der Patietengeschichte, der körperlichen Untersuchung, mit einer Transillumination und eventuell mit bildgebenden Verfahren gestellt. Mithilfe einer Aspiration kann festgestellt werden, ob sich Flüssigkeit im Ganglion befindet. Andere Erkrankungen und Tumore müssen ausgeschlossen werden.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Falls das Ganglion keine Beschwerden verursacht und nicht stört, ist eine Therapie nicht unbedingt erforderlich. Ganglione können häufig von alleine wieder verschwinden.

Eine vorübergehende Immobilisierung mit einer Schiene kann die Grösse reduzieren und die Symptome lindern.

Mit einer Aspiration kann die Flüssigkeit entfernt werden, was zu einer Reduktion des Drucks führt und die Beschwerden lindert. Allerdings ist die Rückfallgefahr hoch.

Mit einem chirurgischen Eingriff ist eine operative Entfernung der Zyste möglich. Rückfälle sind nach einer Operation seltener.

Bei der sogenannten „Bibelmethode“ wird mit einem grossen Buch - wie etwa einer Bibel - auf das Ganglion eingeschlagen, in der Hoffnung, dass es zerplatzt. Diese Methode für die Selbstbehandlung ist aufgrund der Verletzungsgefahr umstritten.

Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Therapie mit einer Injektion von Glucocorticoiden (z.B. Methylprednisolon), mit Sklerotherapeutika oder mit der Hyaluronidase ist umstritten.

Für die Behandlung der Schmerzen können kurzfristig Schmerzmittel wie Paracetamol eingenommen werden. Eine lokale Therapie mit topischen NSAR oder ähnlichen Externa kann ausprobiert werden.

Für die Behandlung neuropathischer Schmerzen stehen unter anderem auch Antiepileptika wie Pregabalin zur Verfügung. Sie könnten bei starken Beschwerden vorübergehend verabreicht werden.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.12.2017 geändert.
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