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Fieberkrämpfe Indikationen

Fieberkrämpfe sind Krampfanfälle, die bei Säuglingen und Kindern im Zusammenhang mit einer fiebrigen Erkrankung auftreten und wiederkehren können. Die Kinder schütteln sich unwillkürlich, rollen die Augen, haben Atembeschwerden und können das Bewusstsein verlieren. Die Beschwerden halten in der Regel nur einige Minuten an, sind gutartig und haben keinen Einfluss auf die spätere Entwicklung und die Intelligenz. Bei der Diagnose müssen schwerwiegende Ursachen wie eine Hirnhautentzündung ausgeschlossen werden. Zur medikamentösen Behandlung werden Benzodiazepine wie Diazepam und Midazolam eingesetzt.

synonym: Fieberkrampf

Symptome

Fieberkrämpfe äussern sich in Krampfanfällen, welche bei Säuglingen und Kindern im Zusammenhang mit einer fiebrigen Erkrankung auftreten. Die Kinder schütteln sich unwillkürlich, haben Zuckungen, rollen die Augen, haben Atembeschwerden und können das Bewusstsein verlieren. Die Anfälle dauern in der Regel weniger als 10 Minuten, können aber bei einer Minderheit über eine halbe Stunde anhalten. Die meisten Fälle werden im Alter zwischen 6 Monaten und 6 Jahren beobachtet. Wer einmal einen Fieberkrampf erlitten hat, hat eine erhöhtes Risiko für einen Rückfall. Fieberkrämpfe sind jedoch gutartig und nur eine kleine Minderheit der Kinder entwickelt später eine Epilepsie. Die Beschwerden haben keinen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes und seine Intelligenz.

Ursachen

Fieberkrämpfe resultieren als Folge einer genetischen Disposition (Familiengeschichte) und Umweltfaktoren. Die umittelbare Ursache ist in der Regel eine virale oder bakterielle Infektion, welche mit Fieber einhergeht, zum Beispiel das Dreitagefieber. Auch durch Impfstoffe verursachtes Fieber kann Fieberkrämpfe auslösen. Dabei ist keine Infektion des zentralen Nervensystems feststellbar. Die Höhe des Fiebers spielt nicht unbedingt eine Rolle, d.h. die Krämpfe können auch bei tiefen Temperaturen oder auf dem Weg zur Besserung erscheinen.

Diagnose

Bei der Diagnose müssen in ärztlicher Behandlung mögliche andere Ursachen wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung, eine Hirnentzündung, ein Fieberdelirium, Schüttelfrost sowie eine Epilepsie ausgeschlossen werden.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Die meisten Fieberkrämpfe gehen nach einigen Minuten von alleine vorbei. Das Kind soll beruhigt werden und angenehm an einem sicheren Ort liegen, damit es nicht herunterfallen oder sich verletzen kann. Nichts in den Mund legen und das Kind krampfen lassen. Nach dem Anfall soll eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei einem langen und komplizierten Verlauf ist eine sofortige medizinische Behandlung angezeigt.

Medikamentöse Behandlung

Zur akuten Behandlung länger andauernder Krämpfe werden die krampflösenden und beruhigenden Benzodiazpine eingesetzt. Diazepam wird oral oder rektal (z.B. Stesolid® Microclisma, Diazepam Desitin® Rectal Tubes), Midazolam über die Mundschleimhaut oder die Nase verabreicht. Bei wiederkehrenden Krämpfen werden die Medikamente den Eltern nach Hause mitgegeben, damit diese sie bei einem Anfall selbst verabreichen können. In ärztlicher Behandlung ist auch eine intravenöse Injektion möglich. Falls die Krämpfe trotz der Behandlung andauern, muss medizinische Hilfe gerufen werden.

Fiebersenkende Arzneimittel wie Paracetamol und Ibuprofen können zwar die Beschwerden der fieberhaften Erkrankung lindern, sind aber wahrscheinlich nicht vorbeugend gegen die Krämpfe wirksam.

Die vorbeugende Gabe von Antiepileptika wird aufgrund der gutartigen Natur der Beschwerden und der möglichen unerwünschten Wirkungen der Medikamente in der Literatur nicht oder nur in Ausnahmefällen empfohlen.

siehe auch

Dreitagefieber

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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