Unsere Vision Team Kontakt Werben SPENDEN Disclaimer Newsletter Twitter Facebook

FSME-Impfung Arzneimittelgruppen Impfungen

Die FSME-Impfung ist eine Impfung zur Vorbeugung der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Sie wird Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren empfohlen, die sich zeitweise oder dauernd in Endemiegebieten aufhalten. Insgesamt müssen über einen Zeitraum von einigen Monaten drei Dosen des Impfstoffs in den Oberarmmuskel injiziert werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schmerzen am Injektionsort, Unwohlsein, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen und Grippe-ähnliche Symptome. Allergische Reaktionen sind selten. In Einzelfällen wurden Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems beobachtet.

synonym: FSME-Impfstoff, Impfung gegen FSME, Virus FSME inactivatum, TBE-Impfung

Produkte

Die FSME-Impfung ist als Injektionssuspension für Erwachsene und Kinder im Handel (Encepur N®, Encepur N® Kinder, FSME-Immun® CC, FSME-Immun® Junior) und muss im Kühlschrank gelagert werden. Sie wird von der Grundversicherung bezahlt, falls sich die Person dauernd oder vorübergehend in einem Endemiegebiet aufhält. Der Impfstoff ist in der Schweiz bereits seit 1979 zugelassen.

Inhaltsstoffe

Der Impfstoff enthält in Hühnerembryonalzellen gezüchtete und Formaldehyd-inaktivierte FSME-Viren vom Stamm Karlsruhe K23 oder Neudörfl (eine Ortschaft in Österreich). Neben Aluminiumhydroxid als Adjuvans sind Rückstände aus dem Herstellungsprozesses wie Antibiotika in geringen Mengen und Hilfsstoffe enthalten, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen verursachen können.

Wirkungen

Die FSME-Impfung (ATC J07BA01 ) schützt vor einer Infektion mit FSME-Viren. Gemäss Angaben der Hersteller bilden 96-99% der Geimpften Antikörper.

Indikationen

Aktive Immunisierung gegen die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Die Impfung wird nur Personen empfohlen, die sich dauernd oder vorübergehend in Gebieten aufhalten, in denen FSME endemisch vorkommt. Sie soll gemäss dem Impflan bei Kindern erst ab 6 Jahren durchgeführt werden, weil kleinere Kinder kaum erkranken, könnte aber laut der Fachinformation bereits ab dem 1. Geburtstag verabreicht werden.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Es sind insgesamt drei Injektionen notwendig, die innert einiger Monate durchgeführt werden. Es kann auch nach einem Schnellschema verfahren werden. Die Auffrischimpfung wird vom BAG neu nur alle 10 Jahre empfohlen (früher: 3 Jahre). Der Impfstoff wird in der Regel intramuskulär in den Oberarm verabreicht.

Kontraindikationen

Die Impfung ist bei Überempfindlichkeit und akuten Erkrankungen kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Die gleichzeitige Verabreichung von Immunsuppressiva kann die Wirksamkeit des Impfstoffs reduzieren. Falls gleichzeitig eine andere Impfung durchgeführt wird, soll eine andere Körperstelle für die Injektion ausgewählt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schmerzen am Injektionsort, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Grippe-ähnliche Symptome, Rötung, Schwellung und Übelkeit. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen. In Einzelfällen wurden Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems beobachtet, wie eine Hirn- oder Hirnhautentzündung, Lähmungen und das Guillain-Barré-Syndrom.

siehe auch

FSME

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.4.2017 geändert.
Produkte zu dieser Seite anzeigen