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Etilefrin Arzneimittelgruppen Antihypotonika Sympathomimetika

Etilefrin ist ein stimulierender Wirkstoff aus der Gruppe der Sympathomimetika, der zur Behandlung eines tiefen Blutdrucks eingesetzt wird. Die Tropfen werden in der Regel zwei- bis dreimal täglich vor dem Essen eingenommen. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an Alpha1- und Beta1-Adrenozeptoren. Bei der Anwendung müssen zahlreiche Vorsichtsmassnahmen beachtet werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen. Gelegentlich können Herz-Kreislauf-Störungen und zentrale Nebenwirkungen auftreten.

synonym: Etilefrinum, Etilefrini hydrochloridum PhEur, Etilefrinhydrochlorid

Produkte

Etilefrin ist in Form von Tropfen im Handel (Effortil®) und in der Schweiz seit 1958 zugelassen. Die Kombination mit Dihydroergotamin (Effortil® plus) ist ausser Handel.

Struktur und Eigenschaften

Etilefrin (C10H15NO2, Mr = 181.23 g/mol) ist ein Racemat und liegt in Arzneimitteln als Etilefrinhydrochlorid vor, ein weisses, kristallines Pulver oder farblose Kristalle, die in Wasser leicht löslich sind. Es ist wie andere Sympathomimetika strukturell mit Adrenalin verwandt.

Wirkungen

Etilefrin (ATC C01CA01 ) hat sympathomimetische, positiv inotrope und chronotrope Eigenschaften. Es bindet an Alpha1- und Beta1-Adrenozeptoren und fördert so die Herztätigkeit, verengt die Blutgefässe und erhöht den Venentonus.

Indikationen

Etilefrin wird zur Behandlung eines tiefen Blutdrucks eingesetzt.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tropfen werden in der Regel zwei- bis dreimal täglich vorzugsweise vor dem Essen und mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Aufgrund der stimulierenden Eigenschaften soll das Arzneimittel nicht am späten Nachmittag oder abends verabreicht werden.

Missbrauch

Etilefrin kann als Stimulans missbraucht werden. Es ist gemäss der Dopingliste in sportlichen Wettkämpfen verboten.

Kontraindikationen

Bei der Anwendung müssen zahlreiche Vorsichtsmassnahmen beachtet werden. Die vollständigen Angaben finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Sympathomimetika, Herzglykosiden, Inhalationsanästhetika, Dihydroergotamin, Betablockern, Atropin, Antidiabetika und Antihypertonika beschrieben worden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen. Gelegentlich können Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Tremor, Unruhe, Schlaflosigkeit, Angst und Übelkeit auftreten.

siehe auch

Tiefer Blutdruck

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.4.2014 geändert.
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