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Epiglottitis Indikationen

Eine Epiglottitis ist eine gefährliche entzündliche Schwellung des Kehldeckels (Epiglottis) am Kehlkopfeingang. Sie äussert sich in Fieber, Schluckstörungen und Atembeschwerden und tritt vor allem bei Kindern auf. Verursacht wird die Erkrankung in der Regel vom Bakterium Haemophilus influenzae Typ b. Eine Epiglottitis stellt aufgrund der Erstickungsgefahr einen medizinischen Notfall dar und muss adäquat behandelt werden. Dank der guten Durchimpfung mit dem Hib-Impfstoff ist sie in der Schweiz selten geworden.

synonym: Kehldeckelentzündung, Kehldeckelschwellung, Haemophilus influenzae Typ b

Symptome

Eine Epiglottitis äussert sich in den folgenden Symptomen, die plötzlich auftreten:

Betroffen sind vor allem Kinder zwischen 2-5 Jahren, die Erkrankung kann jedoch auch bei Erwachsenen auftreten. Dank der guten Durchimpfung seit den 1990er Jahren ist sie in der Schweiz selten geworden. Sie kann aber immer noch vorkommen, beispielsweise bei Kindern, die nicht geimpft wurden oder bei denen die Impfung versagt hat. Zu den möglichen Komplikationen gehören Atemnot und Erstickung sowie eine Ausbreitung der Infektion auf andere Organe.

Ursachen

Eine Epiglottitis ist eine Entzündung und gefährliche Schwellung des Kehldeckels (Epiglottis) am Kehlkopfeingang, dem Übergang zur Luftröhre. Sie wird in der Regel vom gramnegativen und bekapselten Stäbchenbakterium Haemophilus influenzae Typ b (Hib) verursacht. Dieser Erreger löst unter anderem auch gefährliche Hirnhautentzündungen und Lungenentzündungen aus. Weitere mögliche Ursachen sind andere Bakterien, Viren, Pilze, Verbrennungen, Verätzungen und Verletzungen.

Übertragung

Die Bakterien werden beim Ausatmen in Form von Tröpfchen übertragen. Sie kommen häufig in den Atemwegen asymptomatischer (gesunder) Träger vor.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand der Symptome (Laryngoskopie), mit bildgebenden Verfahren und durch Nachweis des Erregers gestellt. Ähnliche Beschwerden verursachen unter anderem der häufig auftretende Pseudokrupp, die Diphtherie (selten), allergische Reaktionen, eine Entzündung der Luftröhre und eine Aspiration von Fremdkörpern.

Behandlung

Aufgrund der Erstickungsgefahr ist eine sofortige medizinische Behandlung notwendig, welche die Atmung und die Versorgung mit ausreichend Sauerstoff sicherstellt. Zur medikamentösen Behandlung werden unter anderem Sauerstoff, Cephalosporine wie Ceftriaxon und fiebersenkende Mittel eingesetzt.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung steht die Hib-Impfung zur Verfügung, die in der Schweiz zu den Basisimpfungen gehört und Säuglingen routinemässig im Alter von 2, 4 und 6 Monaten verabreicht wird.

siehe auch

DTPa-IPV+Hib-Impfung, Pseudokrupp

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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