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Drospirenon Arzneimittelgruppen Gestagene

Drospirenon ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Gestagene, der in Kombination mit dem Östrogen Ethinylestradiol zur oralen Empfängnisverhütung eingesetzt wird. Es hat gestagene, antiandrogene und antimineralocorticoide Wirkungen. Zu den am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit und Brustschmerzen. Orale Kontrazeptiva können in sehr seltenen Fällen lebensbedrohliche thromboembolische Komplikationen wie Venenthrombosen und eine Lungenembolie auslösen. Das Risiko ist bei Drospirenon im Vergleich mit älteren Gestagenen wie Levonorgestrel höher. Drospirenon wird in Kombination mit Estradiol auch zur Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen eingesetzt.

synonym: Drospirenonum, DRSP

Produkte

Drospirenon ist als Fixkombination mit Ethinylestradiol zur Empfängnisverhütung unter anderem in Yasmin®, Yasminelle® und YAZ® enthalten. Verschiedene Generika und Auto-Generika sind erhältlich. In Kombination mit Estradiol wird Drospirenon auch zur Hormonersatztherapie eingesetzt (Angeliq®).

Struktur und Eigenschaften

Drospirenon (C24H30O3, Mr = 366.5 g/mol) ein Gestagen und ein Analog des Aldosteron-Antagonisten Spironolacton. Es handelt sich um Spiroverbindungen, bei denen ein Ringpaar nur an einem Atom verbunden ist und um Lactone, d.h. zyklische Ester.

Wirkungen

Drospirenon (ATC G03AA12 ) hat gestagene, antiandrogene und antimineralocorticoide Eigenschaften. Die Kombination mit Ethinylestradiol hemmt den Eisprung, verändert das Zervixsekret, verschlechtert die Bedingungen für die Einnistung des Eis und wirkt so empfängnisverhütend.

IndikationenKontraindikationen

Bei der Anwendung müssen zahlreiche Vorsichtsmassnahmen beachtet werden. Die vollständigen Angaben finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Ethinylestradiol wird unter anderem von CYP3A4 metabolisiert. Deshalb können Induktoren von CYP3A4 die empfängnisverhütende Wirkung vermindern. Solche Induktoren sind unter anderem Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut und einige HIV-Medikamente.

Aufgrund seiner antimineralocorticoiden Wirkung kann Drospirenon theoretisch zu einer Hyperkaliämie führen. Deshalb ist bei gleichzeitiger Einnahme von Kalium, Sartanen, ACE-Hemmern, kaliumsparenden Diuretika, Renin-Inhibitoren und Aldosteron-Antagonisten Vorsicht geboten.

Antibiotika können den enterohepatischen Kreislauf von Oestrogenen und die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva vermindern.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten in Kombination mit Ethinylestradiol gehören Brustspannen, Brustschmerzen, depressive Zustände, veränderter Gemütszustand, gastrointestinale Beschwerden, Übelkeit, Gewichtszunahme, Hautausschläge und Kopfschmerzen. Orale Kontrazeptiva können in sehr seltenen Fällen lebensbedrohliche thromboembolische Komplikationen wie Venenthrombosen und eine Lungenembolie auslösen. Das Risiko ist bei Drospirenon höher als bei älteren Gestagenen wie Levonorgestrel.

siehe auch

Orale Kontrazeptiva, Gestagene, Spironolacton, Aldosteron-Antagonisten, Renin-Angiotensin-System

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.3.2016 geändert.
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