Durchfall
Indikationensynonym: Diarrhoe
Definition
- > 3 x täglich ungeformter Stuhlgang
- Stuhlkonsistenz vermindert oder flüssig
- Stuhlmasse vermehrt
Ursachen
- Nahrungsmittel
- Gastroenteritis - bakterieller Infekt (z.B. Campylobacter, Salmonellen, Cholera, Shigellen)
- Viraler Infekt, z.B. Magen-Darm-Grippe
- Reisediarrhoe
- Einnahme von Laxantien
- zahlreiche Medikamente (z.B. Domperidon, Metoclopramid, NSAID, Orlistat, Magnesium, Zytostatika, Eisen, häufig auch: Antibiotika)
- Antibiotikatherapie
- Reizdarmsyndrom
- Stress
- Entzündliche Darmerkrankungen
- Intoxikation
- Nahrungsmittelallergie, z.B. Lactoseintoleranz
Zum Arzt
- Bei Blut im Stuhl, Fieber: infektiöse Diarrhoe (z.B. Shigellen)
- Bei langanhaltender Diarrhoe und Dehydratation
- Diarrhoe nach Fernreise
- Säuglinge und Kleinkinder bei Dehydratation
Nicht-medikamentöse Therapie
- Nahrungskarenz
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- Fettreiche Nahrungsmittel vermeiden
Medikamentöse Therapie
Diarrhoe bei Säuglingen
- Bei Brustkindern ist der Stuhl normalerweise weich, er tritt gleich nach dem Stillen auf. Solange das Kind trinkt und regelmässig an Gewicht zunimmt, ist das normal.
siehe auch
- Inkontinenz: unfreiwilliger Stuhlabgang
Literatur
- Lennecke et al., 2004
- Wiesenauer, 2006
- pharManuel 2007
- Rexroth G. Gastroenterologie. Bern: Hans Huber, 2005


