Dehydratation
IndikationenSymptome
Eine akute oder chronische Dehydratation ist mit zahlreichen Beschwerden und Komplikationen assoziiert, unter anderem:
- Kopfschmerzen
- Schwäche, Müdigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Verstopfung, Übelkeit, Krankheitsgefühl
- Harnwegs- und Atemwegsinfektionen
- Desorientierung
- Trockene Schleimhäut, Mundtrockenheit
- Tiefer Blutdruck
- Gewichtsverlust
- Nierenfunktionsstörungen
- Elektrolytstörungen
- Hyperthermie
- Verzögerte Wundheilung
- Delirium, Krämpfe
Beim Säugling oder Kleinkind:
- Gewichtsverlust
- Eingefallene Augen und Fontanellen
- Will nicht trinken oder hat sehr Durst
- Verlangsamte kapillare Hautrötunug
- Persistierende Hautfalten
- Lethargie, Teilnahmslosigkeit
- Trockener Mund
- Weitere: Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche, Apathie, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Sehstörungen
Ursachen
Verminderte Flüssigkeitszufuhr:
- Häufig im Alter, bei Krankheiten
Erhöhter Flüssigkeitsverlust:
- zum Beispiel bei Durchfallerkrankungen, Erbrechen, beim Sport oder Wandern, Schwitzen, Diabetes mellitus
Therapie
Flüssigkeit und Elektrolyte:
- Getränke, Elektrolytgetränke (wie Isostar®), Elektrolytersatzlösungen, Brühe, Ginger Ale, parenterale Verabreichung von Flüssigkeit. Kaffee, Schwarztee, Alkohol und Energydrinks wirken harntreibend, können den Flüssigkeitsverlust verstärken und sollten deshalb nicht zur Rehydratation getrunken werden.
Säuglinge und Kleinkinder:
- Viel zu trinken geben, in kleinen Portionen, über die Zeit verteilt. Primärtherapie: Tee, Elektrolytersatzlösungen, in kleinen Mengen anbieten, ev. gekühlt. In schweren Fällen Infusion, Nasensonde. Keine Peristaltikhemmer (Loperamid), kontraindiziert < 2 Jahre. Kontakt mit Arzt. Nahrungszufuhr bald wieder aufnehmen, ab 6 Stunden, Stärkehaltige Nahrungsmittel, Karottensuppe, evt. Bioflorin® (Kapseln öffnen, mit Wasser oder Getränk verabreichen).
Literatur
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- Swissmom


