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Daptomycin Arzneimittelgruppen Antibiotika Zyklische Lipopeptide

Daptomycin ist ein bakterizides Antibiotikum aus der Gruppe der zyklischen Lipopeptide, das zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten mit grampositiven Erregern wie beispielsweise Staphylococcus aureus, Streptococcus pyogenes und Enterococcus faecalis eingesetzt wird. Es wird einmal täglich während einer bis zwei Wochen als intravenöse Injektion oder Infusion verabreicht. Die Effekte beruhen auf der Bindung an die bakterielle Zellmembran, was zu einer Depolarisation und einer Hemmung der RNA-, DNA- und Proteinsynthese führt. Dies löst den Zelltod aus.

synonym: Daptomycinum, LY146032

Produkte

Daptomycin ist als Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung im Handel (Cubicin®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2007 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Daptomycin (C72H101N17O26, Mr = 1620.7 g/mol) ist ein zyklisches Lipopeptid, dass als Fermentationsprodukt aus Streptomyces roseosporus gewonnen wird. Es wurde ursprünglich in den 1980er-Jahren bei Eli Lilly entdeckt.

Wirkungen

Daptomycin (ATC J01XX09 ) hat bakterizide Eigenschaften gegen aerboe grampositive Bakterien. Gegen gramnegative Erreger ist es hingegen wirkungslos, weil es die äussere Membran nicht durchdringen kann. Daptomycin bindet in Gegenwart von Calcium an bakterielle Zellmembranen, bildet einen Kanal und verursacht eine rasche Depolarisation. Der Verlust des Membranpotentials führt zu einer Hemmung der RNA-, DNA- und Proteinsynthese und löst den Zelltod aus.

Indikationen

Zur Behandlung von Infektionskrankheiten mit grampositiven Bakterien wie beispielsweise Staphylococcus aureus, Streptococcus pyogenes und Enterococcus faecalis.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Injektion oder Infusion einmal täglich über eine bis zwei Wochen verabreicht.

Kontraindikationen

Daptomycin ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören:

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.12.2014 geändert.
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