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D-Mannose Arzneimittelgruppen Zucker

Die D-Mannose ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Einfachzucker, der zur Vorbeugung und zur Zusatzbehandlung einer Blasenentzündung eingesetzt wird. Die Substanz wird unverändert mit dem Harn ausgeschieden und hemmt die Wechselwirkung der Bakterien mit der Schleimhaut der Harnblase. Dadurch kann eine Infektion verhindert werden. Zur Vorbeugung wird das Mittel einmal täglich mit Flüssigkeit eingenommen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden.

synonym: Mannose, Mannosum, Carubinose, Seminose

Produkte

Reine D-Mannose ist in der Schweiz als Medizinprodukt zugelassen und als Pulver im Handel (Hänseler D-Mannose). Es ist auch ein Pulver in Kombination mit einem Cranberry-Extrakt verfügbar (Femannose®). Im Jahr 2016 kamen zusätzlich Tabletten mit D-Mannose in den Handel.

Struktur und Eigenschaften

Die α-D-Mannose (C6H12O6, Mr = 180.2 g/mol) ist ein in der Natur vorkommender Einfachzucker (eine Aldohexose). Sie liegt als weisses Pulver mit einem süssen Geschmack vor, das in Wasser leicht löslich ist. Die Mannose ist mit der D-Glucose (Traubenzucker) strukturell eng verwandt.

Wirkungen

Die D-Mannose wird unverändert mit dem Harn ausgeschieden und verhindert in der Harnblase die Adhäsion (Bindung) der Bakterien an das Urothel, indem sie an die bakteriellen Pili vom Typ 1 bindet. Damit kann eine Infektion verhindert werden. Die prophylaktische Wirksamkeit wurde in einer klinischen Studie mit 300 Patientinnen nachgewiesen (Kranjčec et al., 2014).

Anwendungsgebiete

Zur Vorbeugung und zur Zusatzbehandlung einer Blasenentzündung.

Dosierung

Gemäss der Packungsbeilage. In der erwähnten klinischen Studie wurde zur Vorbeugung einmal täglich abends 2 g D-Mannose in 200 ml Wasser verabreicht. Die therapeutischen Dosen sind höher. Während der Behandlung soll ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Kontraindikationen

Die D-Mannose ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Packungsbeilage.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Es wird empfohlen, andere Medikamente in einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden einzunehmen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden wie Durchfall.

siehe auch

Blasenentzündung, FimH-Antagonisten

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Dieser Artikel wurde vom PharmaWiki-Team recherchiert und aufgearbeitet. Er konnte dank der finanziellen Unterstützung der Hänseler AG realisiert werden.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.12.2016 geändert.
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