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Capecitabin Arzneimittelgruppen Zytostatika Fluoropyrimidine

Capecitabin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Zytostatika, der zur Behandlung von Dickdarm-, Brust-, Speiseröhren- und Magenkrebs eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Prodrug von 5-Fluorouracil, welches vorwiegend im Tumor zum aktiven Wirkstoff umgewandelt wird und die Zellteilung blockiert. Die Tabletten werden in der Regel zweimal täglich innert 30 Minuten nach einer Mahlzeit eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall, das Hand-Fuss-Syndrom, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Schwäche und eine Hyperbilirubinämie. Zahlreiche weitere und schwere Nebenwirkungen werden beobachtet.

synonym: Capecitabinum

Produkte

Capecitabin ist in Form von Filmtabletten im Handel (Xeloda®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1998 zugelassen. Im Dezember 2013 kamen erstmals Generika in den Verkauf.

Struktur und Eigenschaften

Capecitabin (C15H22FN3O6, Mr = 359.4 g/mol) ist ein Prodrug und wird in einem dreistufigen Prozess in das zelltoxische 5-Fluorouracil überführt, den aktiven Wirkstoff. Capecitabin liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser löslich ist. Es handelt sich um ein Fluoropyrimidincarbamat.

Capecitabin 5-Fluorouracil
Wirkungen

Capecitabin (ATC L01BC06 ) hat zytotoxische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Blockade der DNA- und RNA-Synthese und der Hemmung der Zellteilung. Der aktive Metabolit 5-Fluorouracil wird vorwiegend, aber nicht ausschliesslich im Tumor gebildet. Der letzte Schritt der Aktivierung wird vom Enzym Thymidinphosphorylase katalyisiert, welches in einigen Tumoren in erhöhter Konzentration vorliegt.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Filmtabletten werden in der Regel zweimal täglich und innerhalb von 30 Minuten nach einer Mahlzeit eingenommen.

Kontraindikationen

Capecitabin ist bei einer Überempfindlichkeit, einem Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Mangel, während der Schwangerschaft und Stillzeit und einer schweren Nieren- und/oder Leberinsuffizienz kontraindiziert. Es darf nicht mit Brivudin oder chemisch verwandten Substanzen wie Sorivudin kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen wurden mit Antikoagulantien (Vitamin-K-Antagonisten), CYP2C9-Substraten, Antazida, Allopurinol und anderen Zytostatika beschrieben.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall, das Hand-Fuss-Syndrom, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Schwäche und eine Hyperbilirubinämie. Zahlreiche weitere und schwere Nebenwirkungen werden beobachtet.

siehe auch

5-Fluorouracil

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.1.2015 geändert.
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