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Calcitonin (Lachs)

Arzneimittelgruppen Schilddrüsenhormone

Zusammenfassung

Calcitonin ist ein Wirkstoff und ein Hormon aus der Gruppe der Schilddrüsenhormone. Als Arzneimittel wird synthetisch hergestelltes Calcitonin vom Lachs verwendet (Salmcalcitonin). Calcitonin hat wichtige Effekte auf den Calcium-Stoffwechsel. Unter physiologischen Bedingungen antagonisiert es teilweise die Wirkung des Parathormons. Es hemmt den krankhaft gesteigerten Knochenabbau und ist in einigen Fällen schmerzlindernd. Es wird hauptsächlich nasal zur Behandlung von Knochenkrankheiten verwendet, die mit Knochenabbau verbunden sind, vor allem bei der Paget-Krankheit und bei Knochenschwund in den Wechseljahren.

synonym: Calcitoninum salmonis PhEur (Calcitonin vom Lachs)

Produkte

Miacalcic®, Nasenspray, Ampullen

Struktur

Calcitonin ist ein Peptidhormon bestehend aus einer Kette von 32 Aminosäuren mit einem Ring am N-Ende aus 7 Aminosäuren mit nach Spezies unterschiedlicher Sequenz. Die Fertigarzneimittel enthalten vollsynthetisches Salmcalcitonin.

Synthese und Freisetzung

Calcitonin wird in den C-Zellen der Schilddrüse, die auch in der Nebenschilddrüse und im Pankreas vorkommen, gebildet. Die Freisetzung von Calcitonin wird durch durch die Calciumionen-Konzentration geregelt: bei hohen Calciumspiegeln wird die Abgabe gesteigert, bei tiefen Calciumspiegeln gehemmt.

Wirkungen

ATC H05BA01 

Wirkung auf den Knochen:

Wirkung auf die Niere:

Wirkung im Darm:

Wirkmechanismus

Indikationen

Dosierung

Kontraindikationen

Interaktionen

Bei der gleichzeitigen Gabe von Calcitonin und Lithium kann es zu einer Abnahme der Plasmakonzentration von Lithium von bis zu 30% kommen.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig, nur bei nasaler Anwendung:

Häufig:

Gelegentlich:

Beratungshinweise

Wegen der besseren Verträglichkeit wird bei der Behandlung von Osteoporose die Anwendung von Nasensprays empfohlen.

Da Salmcalcitonin ein Polypeptid ist, besteht die Möglichkeit von allergischen Reaktionen. Daher ist bei Personen mit einer vermuteten Überempfindlichkeit auf Calcitonin vor dem Beginn der Therapie ein Hauttest durchzuführen.

Literatur

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 13.1.2010