Butamirat
Arzneimittelgruppen
AntitussivaZusammenfassungButamirat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der nicht-opioiden Antitussiva zur Behandlung von Reizhusten. Es ist chemisch und pharmakologisch nicht mit den Opioiden verwandt und sollte deshalb keine opioiden unerwünschten Wirkungen auslösen wie Atemdepression, Verstopfung oder Müdigkeit.
synonym: Butamirati dihydrogenocitras, Butamiratdihydrogencitrat, Butamiratcitrat, Butamyrat
Produkte
Butamirat ist als Sirup, in Form von Tropfen und Depottabletten im Handel (z.B. Sinecod®). Es ist in der Schweiz seit 1965 zugelassen.
Struktur
Butamirat ist 2-(2-Diethylaminoethyloxy)ethyl 2-phenylbutanoat (Mr = 307.44 g/mol, Mr = C18H29NO3). Es liegt in Arzneimitteln als Dihydrogencitrat vor. Gemäss Fachinformation wird der Ester im Organismus rasch zu Phenyl-2-Buttersäure und Diethylaminoethoxyethanol hydrolysiert. Es hat struktruelle Ähnlichkeiten mit dem Antitussivum Butetamat.

Wirkungen
Butamirat (ATC R05DB13
) soll hustenreizstillend ohne die typischen Opioid-Wirkungen und zusätzlich bronchospasmolytisch sein.
Indikationen
Es wird bei Reizhusten unterschiedlicher Ursache eingesetzt.
Kontraindikationen
Butamirat ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert und darf an Kinder < 2 Jahre nur auf ärztliche Verordnung abgegeben werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.
Interaktionen
Nicht ausreichend untersucht. Die gleichzeitige Verabreichung eines schleimlösenden Mittels ist nicht sinnvoll.
Unerwünschte Wirkungen
Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schwindel, Schläfrigkeit, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall, sowie Überempfindlichkeitsreaktionen und Hautauschlag. Bei einer Überdosierung können Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Gleichgewichtsstörungen und ein tiefer Blutdruck auftreten.
Kommentar
In der zugänglichen wissenschaftlichen Literatur liegen gemäss unseren Recherchen nicht ausreichend Daten vor, um nach modernen Standards zu beurteilen, ob das Arzneimittel wirksam und sicher ist. Aus unserer Sicht sollte das Arzneimittel deshalb nicht als Mittel der ersten Wahl eingesetzt werden. Möglicherweise liegen der Arzneimittelbehörde mehr Informationen vor.
siehe auch
Literatur
- Arzneimittel-Fachinformation (CH)
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- Swissmedic http://www.swissmedic.ch

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