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Budesonid (Inhalation) Arzneimittelgruppen Inhalative Glucocorticoide

Budesonid ist ein entzündungshemmender und antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der Glucocorticoide, der inhalativ zur Behandlung eines Bronchialasthmas und einer chronisch obstruktiven Bronchitis eingesetzt wird. Die Arzneimittel werden in der Regel ein- bis zweimal täglich inhaliert. Anschliessend soll etwas gegessen oder der Mund gründlich gespült werden, um der Entstehung eines Mundsoors vorzubeugen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reizungen der Rachenschleimhaut mit Schluckbeschwerden, Husten und Heiserkeit. Budesonid wird von CYP3A4 metabolisiert und es sind Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Hemmern möglich.

synonym: Budesonidum PhEur

Produkte

Budesonid ist als Monopräparat zur Inhalation als Pulverinhalator und Suspension im Handel (Pulmicort®, Generika). Es wird auch fix mit Formoterol kombiniert (Symbicort® Turbuhaler, Vannair® Dosieraerosol). Dieser Artikel bezieht sich auf die Monotherapie. Budesonid ist in der Schweiz seit 1988 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Budesonid (C25H34O6, Mr = 430.5 g/mol) ist ein Racemat und liegt als weisses, kristallines, geruch- und geschmackloses Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist.

Wirkungen

Budesonid (ATC R03BA02 ) hat entzündungshemmende, antiallergische und immunsuppressive Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an intrazelluläre Glucocorticoid-Rezeptoren.

Indikationen

Zur Behandlung obstruktiver Atemwegserkrankungen:

Budesonid ist nicht zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls geeignet.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden in der Regel ein- bis zweimal täglich inhaliert. Anschliessend soll etwas gegessen oder der Mund sorgfältig gespült werden, um der Entstehung eines Mundsoors vorzubeugen.

Kontraindikationen

Budesonid ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Budesonid wird von CYP3A4 metabolisiert und hat einen ausgeprägten First-Pass-Metabolismus. Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit CYP-Inhibitoren möglich, welche die systemische Verfügbarkeit erhöhen können.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reizungen der Rachenschleimhaut mit Schluckbeschwerden, Husten und Heiserkeit. Selten ist ein Pilzbefall (Mundsoor) möglich. Systemische Glucocorticoid-Nebenwirkungen sind selten.

siehe auch

Asthma, COPD, Budesonid-Nasenspray, Inhalative Glucocorticoide

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.4.2014 geändert.
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