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Bevacizumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper VEGF-Hemmer

Bevacizumab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt wird, beispielsweise bei Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Lungenkrebs. Der Antikörper ist gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor VEGF gerichtet und hemmt die Bindung an seine Rezeptoren. Dadurch reduziert er die Angiogenese (Blutgefässneubildung) und das Tumorwachstum. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Bluthochdruck, Müdigkeit, Schwäche, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen.

synonym: Bevacizumabum

Produkte

Bevacizumab ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung im Handel (Avastin®, Roche/Genentech). Er wurde in der Schweiz und in den USA im Jahr 2004 und in der EU im Jahr 2005 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Bevacizumab ist ein rekombinanter, humanisierter monoklonaler IgG1κ-Antikörper gegen VEGF mit einem Molekulargewicht von etwa 149 kDa. Er besteht aus 214 Aminosäuren und wird mit biotechnologischen Methoden hergestellt.

Wirkungen

Bevacizumab (ATC L01XC07 ) hat antiangiogenetische, antiproliferative und antitumorale Eigenschaften. Er ist gegen VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor, vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor) gerichtet. Der Antikörper hemmt die Bindung des Wachstumsfaktors an seine Rezeptoren VEGFR-1 und VEGFR-2 auf der Oberfläche von Endothelzellen. VEGF stimuliert die Neubildung von Blutgefässen. Durch seine Hemmung wird die Angiogenese in Tumoren reduziert und das Tumorwachstum wird gebremst. Die Halbwertszeit liegt zwischen 18 bis 20 Tagen.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Bevacizumab wird als intravenöse Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Bluthochdruck, Müdigkeit, Schwäche, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen.

siehe auch

Monoklonale Antikörper, Ranibizumab

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.10.2016 geändert.
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