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Betaxolol

Arzneimittelgruppen Betablocker / Antiglaukomatosa

Zusammenfassung

Betaxolol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Betablocker, der in Form von Augentropfen zur Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks verwendet wird. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen wie ein Stechen und ein unangenehmes Gefühl im Auge. Systemische Nebenwirkungen der Betablocker, wie ein tiefer Blutdruck, können auftreten, sind aber selten.

synonym: Betaxololum, Betaxololi hydrochloridum PhEur

Produkte

Betaxolol ist in Form von Augentropfen im Handel (Betoptic® S). Es ist in der Schweiz seit 1995 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Betaxolol liegt in Arzneimitteln als Racemat und Hydrochlorid vor (C18H30ClNO3, Mr = 343.9 g/mol), einem weissen, kristallinen Pulver, das in Wasser sehr leicht löslich ist. Das Enantiomer Levobetaxolol ist in den USA ebenfalls in Form von Augentropfen im Handel.

Wirkungen

Betaxolol (ATC C07AB05 , ATC S01ED02 ) senkt den Augeninnendruck. Da es β1-selektiv, also kardioselektiv ist, ist es bezüglich pulmonaler Nebenwirkungen möglicherweise besser verträglich als unselektive Betablocker, die am Auge angewandt werden.

Indikationen

Zur Behandlung eines chronischen Weitwinkelglaukoms und bei erhöhtem Augeninnendruck. In den USA, nicht aber in der Schweiz, ist der Wirkstoff in Form von Tabletten auch zur oralen Behandlung der Hypertonie zugelassen.

Dosierung

Üblicherweise werden 2 mal täglich 1-2 Tropfen in den Bindehautsack des erkrankten Auges gegeben.

Kontraindikationen

Betaxolol ist bei Überempfindlichkeit, Bradykardie, AV-Block 2. und 3. Grades, bei kardiogenem Schock und dekompensierter Herzinsuffizienz kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

In Kombination mit Adrenalin oder Dipivefrin kann es zu einer Pupillenerweiterung kommen. Weitere Interaktionen sind mit catecholaminreduzierenden Arzneimittel, adrenergen psychotropen Arzneimitteln, peroralen Betablockern, sowie mit negativ inotropen oder negativ chronotropen Arzneimitteln möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig tritt ein unangenehmes Gefühl in den Augen und ein Augenstechen auf. Gelegentlich treten lokale Beschwerden am Auge wie Tränenfluss, Fremdkörpergefühl, verminderte Empfindlichkeit der Hornhaut, Hornhautentzündung, unterschiedliche Pupillenerweiterung der beiden Augen, Rötung oder Lichtempfindlichkeit auf. Systemische Nebenwirkungen der Betablocker wie Herzrhythmusstörungen, tiefer Blutdruck, langsamer Puls, Kopfschmerzen, Synkope, Schwindel, Asthma oder Atemstörungen sind selten.

siehe auch

Betablocker, Antiglaukomatosa

Literatur

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 5.7.2010