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Alkohole PharmaWiki

Alkohole sind eine Gruppe organischer Verbindungen, die eine Hydroxygruppe tragen (R-OH). Bekannte Beispiele sind Ethanol („der Alkohol“), Methanol (Holzgeist) und das Desinfektionsmittel Isopropanol. Zur Bennennung wird dem Grundgerüst in der Regel das Suffix -ol angehängt. Alkohole sind polarer als die entsprechenden Alkane und haben deshalb einen hohen Siedepunkt. Kurzkettige Alkohole sind mit Wasser gut mischbar.

synonym: Carbinole, Alkanole

Definition

Alkohole sind eine Gruppe organischer Verbindungen, die eine Hydroxygruppe als funktionelle Gruppe im Molekül tragen. Die Hydroxygruppe ist an ein aliphatisches Kohlenstoffatom gebunden: R-OH.

Alkohole können als Derivate von Wasser (H2O) betrachtet werden, bei dem ein Wasserstoffatom durch einen organischen Rest ersetzt wurde. Sie können auch als substituierte (hydroxylierte) Alkane angesehen werden.

Beispiele

Das bekannteste Beispiel eines Alkohols ist der Ethylalkohol oder Ethanol, der auch als „der Alkohol“ bekannt ist. Ethanol ist ein bekanntes Genuss- und Rauschmittel, das im Wein, im Bier und in Spirituosen enthalten ist.

Methanol oder „Holzgeist“ (Methylalkohol) mit der Struktur CH3-OH ist der einfachste Alkohol. Er ist toxisch und kann bei der versehentlichen Einnahme zu einer Erblindung führen. Methanol wird vor allem für technische Zwecke verwendet.

Isopropanol oder Isopropyalkohol ist ein Desinfektionsmittel, das zum Beispiel in Alkoholtupfern und in Händedesinfektionsmitteln enthalten ist.

Zahlreiche pharmazeutische Wirkstoffe enthalten eine Hydroxygruppe. So zum Beispiel die Betablocker wie Metoprolol:

Nomenklatur

Zur Bezeichnung der Alkohole wird an den Namen des chemischen Grundgerüsts in der Regel das Suffix -ol angehängt:

Geläufig ist auch die frühere Bezeichnung mit dem Alkylrest und der Endung -alkohol (Alkyl-alkohol): Methylalkohol, Ethylalkohol, Propylalkohol usw.

Aromaten, welche eine Hydroxygruppe tragen, werden als Phenole bezeichnet. Sie gehören nicht zu den Alkoholen:

Enthält ein Molekül mehrere Hydroxygruppen, spricht man bei zwei Gruppen von einem Diol, bei drei Gruppen von einem Triol und bei vier Gruppen von einem Tetraol. Man nennt diese Alkohole auch einwertig, zweiwertig oder dreiwertig.

Einteilung

Abhängig davon, wieviele Alkylreste das C-Atom mit der Hydroxygruppe trägt, werden die Alkohole in primäre, sekundäre und tertiäre Alkohole unterteilt:

Physikalische Eigenschaften

Alkohole sind aufgrund der Hydroxygruppe polarer als Alkane und deshalb sind vor allem die kurzkettigen Vertreter mit Wasser gut mischbar. Niedere Alkohole sind Flüssigkeiten. Der Siedepunkt ist höher als bei vergleichbaren Alkanen, weil Alkohole intermolekulare Wasserstoffbrücken ausbilden.

Mit einer starken Base können Alkohole deprotoniert und mit einer starken Säure protoniert werden.

siehe auch

Ethanol

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.12.2015 geändert.
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