Aldosteron-Antagonisten
Arzneimittelgruppen
Diuretika
Kaliumsparende DiuretikaZusammenfassungAldosteron-Antagonisten wie Spironolacton sind wassertreibende Arzneimittel (Diuretika) zur Ausscheidung von Wasser und Mineralsalzen aus dem Organismus. Sie werden zur Behandlung von Bluthochdruck, bei Wasseransammlungen, Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen verwendet. Sie halten Kalium im Organismus zurück und können als unerwünschte Wirkung Störungen im Hormonsystem auslösen.
synonym: Antimineralocorticoide
Wirkungen
Wirkmechanismus
Aldosteron-Antagonisten blockieren am distalen Tubulus des Nephrons an der Niere die Na+, K+-ATPase. Sie heben die Effekte der Mineralocorticoide (Aldosteron) auf. Die Wirkung setzt verzögert am 3. Tag ein und hält nach Abschluss der Therapie noch 2-3 Tage an.
Indikationen
- Hypertonie, in Kombination mit anderen Antihypertonika
- Oedeme bei Herzinsuffizienz
- Leberzirrhose mit Aszites
- Nephrotisches Syndrom
- Idiopathische Oedeme
Wirkstoffe

- Spironolacton (Aldactone®, Generika)
- Canrenon (Soldactone®), aktiver Metabolit von Spironolacton
- Eplerenon (Inspra®)
In Kombinationspräparaten mit: Furosemid, Butizid
Kontraindikationen und Vorsichtsmassnahmen
- Akutes Nierenversagen
- Schwere Niereninsuffizienz
- Anurie
- Morbus Addison
- Hyponatriämie
- Hyperkaliämie; Zusätzliche Zufuhr von Kalium, z.B. über Medikamente oder Nahrungsmittel, z.B. ACE-Hemmer
Interaktionen
- Kaliumsupplementa
- Andere kaliumsparende Diuretika: Amilorid, Triamteren, ACE-Hemmer, Sartane, Indometacin: lebensbedrohliche Hyperkaliämie
- Verlängerung der Halbwertszeit von Digoxin
- Abschwächung der Wirkung durch Aspirin, Indometacin und Mefenaminsäure
- weitere
Unerwünschte Wirkungen
- Hyperkaliämie, Hyponatriämie, Erhöhung des Harnsäurespiegels
- Hormonelle Störungen: Gynäkomastie, Potenzstörungen, Impotenz, Veränderungen der Libido, Zyklusstörungen, Hirsutismus
- Zentralnervöse Störungen, z.B. Kopfschmerzen
- Gastrointestinale Störungen
- Neoplasmen
- Störungen des Blutbilds
- Magen-Darm-Störungen wie z.B. Diarrhoe, Krämpfe, Nausea, Erbrechen
- Allergische Erkrankungen
- Stimmveränderungen, z.B. Heiserkeit
siehe auch
Literatur
- Fachinformation
- G&G



