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Adrenalin-Fertigspritze Arzneimittelgruppen Sympathomimetika Adrenalin

Eine Adrenalin-Fertigspritze ist ein Arzneimittel zur einfachen Selbstverabreichung von Adrenalin. Es wird zur notfallmässigen Selbstbehandlung von Anaphylaxien eingesetzt, also beispielsweise nach einem Insektenstich. Das Arzneimittel wird in den Oberschenkelmuskel injiziert. Adrenalin wirkt allen Beschwerden der Anaphylaxie entgegen. Unerwünschte Wirkungen sind sehr selten.

synonym: Adrenalin-Autoinjektor, Adrenalinpen, Allergie-Notfallspritze

Produkte

Adrenalin-Fertigspritzen (Autoinjektoren) sind in der Schweiz von verschiedenen Anbietern im Handel. Der EpiPen® ist seit 1997 zugelassen und Jext® seit dem Jahr 2010.

Entwickelt wurden solche Spritzen ursprünglich für die Armee für die Verabreichung von Gegengiften gegen chemische Waffen (in der Schweiz z.B. ComboPen®).

Struktur und Eigenschaften

Adrenalin (C9H13NO3, Mr = 183.2 g/mol) liegt im Arzneimittel als Base oder in Form des Salzes Adrenalintartrat vor.

Wirkungen

Adrenalin (ATC B02BC09 ) hat sympathomimetische Eigenschaften. Es wirkt allen Beschwerden der Anaphylaxie entgegen: Es erweitert die Bronchien, verengt die erweiterten Gefässe, erhöht den Blutdruck und ist gegen die Verdauungsbeschwerden wirksam. Die Wirkungen beruhen auf der unselektiven Bindung an α- und β-Rezeptoren.

Indikationen

Zur notfallmässigen Selbstbehandlung bei Anaphylaxien.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Patienten mit einem Anaphylaxierisiko sollen die Spritze für den Notfall immer bei sich tragen. Die übliche Dosis beträgt 1 Spritze intramuskulär in den äusseren Oberschenkel Falls die Wirkung zuwenig ausgeprägt ist, kann eine zweite Spritze nach 5-15 min erneut verabreicht werden. Deshalb wird empfohlen, dass die Allergiker zwei Auto-Injektoren bei sich tragen. Adrenalin hat eine kurze Halbwertszeit.

Es ist zu beachten, dass sich die einzelnen Produkte in ihrer Anwendung unterscheiden. Deshalb verweisen wir für die korrekte Verabreichung auf die Packungsbeilage und die Arzneimittel-Fachinformation.

Wichtige Hinweise:

 Epipen Bestaetigung.pdf   Anapen Bestaetigung.pdf 

Kontraindikationen

Bei einer lebensbedrohlichen Anaphylaxie bestehen keine absoluten Kontraindikationen. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Antiarrhythmika, trizyklischen Antidepressiva, MAO-Hemmern, Insulinen und Betablockern möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen treten sehr selten auf. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Hyperglykämie, zentrale Störungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Zittern, Schwindel, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Kältegefühl in den Extremitäten, Blutdruckanstieg, Atembeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Speichelfluss, Schwitzen, Schwäche und Reaktionen an der Injektionsstelle.

siehe auch

Adrenalin, Insektenstiche, Notfallmedikamente

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.3.2017 geändert.
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