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Aclidiniumbromid

Arzneimittelgruppen Parasympatholytika

Aclidiniumbromid ist ein langwirksamer Wirkstoff aus der Gruppe der Parasympatholytika mit bronchienerweiternden Eigenschaften, der zur symptomatischen Dauertherapie der COPD eingesetzt wird. Die Wirkungen beruhen auf dem Antagonismus an muscarinischen Rezeptoren in den Atemwegen. Das Arzneimittel wird zweimal täglich inhaliert. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, Nebenhöhlenentzündung, Verschwommensehen, schneller Puls, Husten, Stimmstörung, Durchfall, Mundtrockenheit und Harnverhaltung.

synonym: Aclidinium, Aclidinium bromidum, LAS34273

Produkte

Aclidiniumbromid ist als Pulverinhalation im Handel (Bretaris® Genuair®, Eklira® Genuair®). Es wird mit dem modernen Genuair®-Inhalator verabreicht und wurde in der EU und in den USA im Jahr 2012 zugelassen. In der Schweiz kam es im Jahr 2013 in den Handel.

Struktur und Eigenschaften

Aclidiniumbromid (C26H30BrNO4S2, Mr = 564.6 g/mol) ist ein quartäres Ammoniumion und ein Esterderivat von 3-Chinuclidinol. Es liegt als weisses Pulver vor, das in Wasser nur sehr wenig löslich ist. Die positive Ladung ermöglicht eine tiefe orale Bioverfügbarkeit und einen geringen Übertritt durch die Blut-Hirn-Schranke.

Wirkungen

Aclidiniumbromid (ATC R03BB05 ) ist bronchienerweiternd und parasympatholytisch mit einer langen Wirkdauer. Die Effekte beruhen auf dem Antagonismus an muscarinischen Rezeptoren in den Atemwegen. Aclidiniumbromid bindet länger an M3- und kürzer an M2-Rezeptoren. Im Plasma wird es rasch zu einem inaktiven Alkohol- und einem Carbonsäuremetaboliten hydrolysiert. Dadurch wird das Risiko für Nebenwirkungen ausserhalb der Lunge reduziert.

Indikationen

Zur symptomatischen und bronchienerweiternden Dauerbehandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird in der Regel zweimal täglich inhaliert.

Kontraindikationen

Aclidiniumbromid ist bei Überempfindlichkeit gegen Aclidiniumbromid und strukturell verwandte Parasympatholytika kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Die Kombination mit anderen Anticholinergika wird nicht empfohlen. Aclidiniumbromid interagiert nicht mit CYP450.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, Nebenhöhlenentzündung, Verschwommensehen, schneller Puls, Husten, Stimmstörung, Durchfall, Mundtrockenheit und Harnverhaltung.

siehe auch

COPD, Ipratropiumbromid, Tiotropiumbromid

Literatur

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Alle Inhalte sind werbefrei. Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 4.6.2013
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